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Die Kunst der Einfachheit 

So hieß der 2015 von der Lebenshilfe ausgeschriebene Wettbewerb, zu dem über 700 Texte in Einfacher Sprache eingereicht wurden.

Gewonnen hat mein Text "Maras Baby", eine Geschichte über eine junge Frau, die sich ein Kind wünscht. Und es bekommt. Es war ein Wagnis, diesen Text einzureichen, die Bedenken hinsichtlich dessen "was man schreiben kann" waren doch recht groß. Und bringt einen zu der Frage, was an einem Text über eine Frau mit Kinderwunsch denn so problematisch sein soll.

Mara ist in ihrem Alltag auf Hilfe angewiesen. Sie braucht für ihr Leben mehr äußere Strukturen als andere Menschen. Aber dieses Kind, das will sie trotzdem. Sie weiß nämlich durchaus, was sie will und was sie kann. Lieben beispielsweise. Ihren Freund, Dominik, und die Idee eines gemeinsamen Kindes.

Es ist keine rosarote Geschichte. Das Kinderkriegen und Kinderhaben und Kindergroßwerdenlassen braucht immer mehr als einen Wunsch und einen Willen. Und es ist so schon nicht leicht, das alles gut zu machen. Maras Hürden liegen noch ein ganzes Stück höher. Aber mich zog diese Protagonistin mit, ihre Kraft und ihre Klugheit, die unabhängig ist von ihrem Intellekt. Ihr tiefes Vertrauen in diese Liebe. Auch die Verzweiflung, die sie zwischenzeitlich erlebt.

Es ist eine Geschichte über das Erwachsensein und das Gestalten des eigenen Lebens geworden, ich mag sie sehr.

 

Zu lesen ist sie im Sammelband "Die Kunst der Einfachheit", erschienen im Lebenshilfe-Verlag Marburg, ISBN 978-3-88617-552-9 , glatte 10 EUR

Meine ganz persönliche Lieblingsgeschichte in diesem Buch ist übrigens nicht meine eigene. Der Text, der mich in seinen Bann gezogen hat, ist: "Binde Deinen Karren an einen Stern" von Marie-Luise Erner.