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Lesungsanfragen

Lesungsanfragen 

Sind Lesungen noch zeitgenmäß? 

Solange ich am Schreibtisch sitze und arbeite, entsteht nur ein Text. Ich arbeite daran, dass er gut wird. Dass die Worte ein Raum werden, in dem nicht nur ich mich wohlfühle, der besuchbar wird für LeserInnen, woher sie auch kommen. Nicht alle Texte passen für alle LeserInnen, kaum einer hat Lust, nach einem ermüdenden Tag in ein Bergwerk aus Worten zu steigen, den Meißel in den matten Händen, um Satzkristalle aus dem Massiv zu schlagen, das ist okay. Dafür gibt es Texträume, wo man gleich am Eingang schon die Schuhe abstreift, sich lang legt in einem Absatz, sich ein paar Worte zur Erfrischung reichen lässt und sich dann müde sattfrisst an den bereitgestellten Nebensätzen.

Das ist mein Job, kümmern Sie sich nicht um die Struktur, machen Sie sich keinen Kopf, wohin das alles führen soll, ich hab´s im Blick, Sie brauchen nur zu lesen. Bis das alles so weit ist, sehen Sie davon ohnehin nichts. Der Text ist ein Text, bleibt bei mir, auf meinem Schreibtisch, bis ich finde, er ist jetzt besuchbar und macht Ihnen nur den Stress, der zu ihm passt.

Das Spannende, und jetzt zur Eingangsfrage, das passiert erst dann. Der Text ist draußen, man kann ihn kaufen, man kann ihn lesen, ganz für sich alleine die Sätze mit der eigenen Gedankenstimme füllen. Zweite Möglichkeit: Die Autorin zeigt Ihnen den Text, ich lese ihn Ihnen sogar vor. Ich kenne ihn gut, ich kenne seine geheimen Nischen, das Fenster auf dem Absatz, das ich beim Lesen einen Spalt kippe, die Lampe, die ich ein bisschen herunter dimme an der einen Stelle und ich weiß auch, wo etwas leise Musik zwischen den Zeilen ganz schön wäre. Nur so ein Angebot.

Deshalb lese ich gerne.

Dass ich danach gehe und Ihnen vertrauensvoll die Textschlüssel auf dem Tisch liegen lasse, dass ich als Autorin kaum die Straße herunter bin, während Sie schon Freunde in den Textraum einladen, ein, zwei Bilder umhängen, das Radio leiser drehen oder einfach nur das Licht ausmachen und sich mit einem dicken Daunendeckensatz in den Schlaf verabschieden? Ich bitte Sie, genau so war´s gedacht. Mein Text wird Ihre Geschichte. Und das ist das Größte, was Autorin und LeserIn passieren kann.

Lesungen? Aber immer, aber gerne. In Buchhandlungen, bei Literatur-Events, im Rahmen von Wohnzimmerlesungen (Publikum > 1), als Bildungsveranstaltung speziell bei Lesungen in Einfacher Sprache: Eine AutorInnen-Lesung ist eine hervorragende Möglichkeit, Themen zu vertiefen.

Der Honorarsatz ist abhängig von Anfahrt, Dauer und sonstigem Aufwand, fragen Sie gerne.