Alexandra Lüthen
Literatur


LESUNGEN


Meine Überzeugung ist, dass ein Text drei Wahrheiten in sich birgt:

Eine, die ich als Autorin kenne.

Eine, die ein:e Leser:in kennt.

Eine, die im Text selbst liegt.

Lesen ist Begegnung mit sich selbst. Eine Lesung ist Begegnung mit sich selbst und anderen, die gerade sich selbst begegnen. Das hört sich esoterisch an, ist aber sachlich gemeint und meine Erfahrung dessen, wie diese einerseits intime und  gleichzeitig offene Atmosphäre entsteht.

Ich lese richtig gerne. Mir macht es Freude, aus unterschiedlichen Publikationen passende Programme zusammen zu stellen und mich auf unterschiedliche Orte, Anlässe und ein sehr kleines oder auch sehr großes Publikum einzulassen. Vorgelesen zu bekommen ist für viele Menschen ungeachtet des Alters und des Bildungsstandes eine überaus angenehme Art, sich Texte zu erschließen.

Ich erlebe, gerade bei den Lesungen in Einfacher Sprache, die Texte als Raumöffner, als einen Impuls für eine andere Art der Kommunikation. Es gibt so viele verschiedene Formen von Lesungen und jede hat ihre Qualität. Das Tieftauchen beim langen Lesenn oder kurzgetaktet mit kleinen Einschüben und Cross Talks, Lesungen zu einem Thema mit Diskussion oder auch Lesungen als Beiwerk zu einer anderen Hauptveranstaltung.